Die Geschichte von Havilah Hope

Startschwierigkeiten
Das Kinderheim „Havilah Family“ wurde am 5. Januar 2011 von Mildred Nekesa Dindi (Milly) gegründet. Durch viele Schwierigkeiten und Betrügereien, auch durch die Organisation, der das Heim anfangs unterstand, hatte es in den ersten 3 Jahren seines Bestehens eine sehr schwere Zeit und musste um das nackte Überleben kämpfen. An manchen Tagen gab es nichts zu essen und die Kinder weinten vor Hunger. 24 Kinder teilten sich zwei alte Matratzen, die kaputt und von Ungeziefer befallen waren. Aufgrund des nicht vorhandenen Sozialsystems in Kenia konnten notwendige medizinische Behandlungen der Kinder nicht finanziert werden. Auch an Schulbildung war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken.

Veränderung in Sicht?
Im Januar 2013 begann die Dinkelsbühlerin Rahel Gogolin ein Praktikum an einer Grundschule in Kenia. In dieser Zeit lernte sie die Havilah Family kennen und war tief berührt von der Armut und Not der Kinder, aber auch von der Freude, die diese trotz ihrer Situation ausstrahlten. Sehr schnell fasste sie den Entschluss, dass sie – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – irgendwie helfen und Milly und das Kinderheim unterstützen will. Während ihres Aufenthaltes in Afrika besuchte sie die Family so oft wie möglich und lernte dabei die Kinder immer besser kennen. Wegen eines dramatischen Notfalls floss bereits in dieser Zeit die erste finanzielle Hilfe aus Deutschland.

Nach der Rückkehr von Rahel Gogolin nach Deutschland fanden sich im Familien- und Bekanntenkreis schnell Helfer und Unterstützer. So dauerte es nicht lange bis zur Gründung des Vereins „Havilah Hope e.V.“, um der Hilfe einen offiziellen Rahmen zu geben.

Eine Idee wächst
Seit der Gründung des Vereins im Juni 2013 hat sich Vieles positiv verändert.

Die Bereitschaft von Menschen, Patenschaften zu übernehmen, die Family finanziell und auch anderweitig zu unterstützen, macht es möglich, dass „unsere“ Kinder nun täglich drei Mahlzeiten bekommen und dass alle zur Schule gehen können. Damit ist ein wichtiger Grundstein für ihre Zukunft gelegt!

Das schönste Geschenk ist ganz sicher, dass die Family seit dem 5. Januar 2015 in einem eigenen Haus leben darf.

Mit kleinen Projekten lernen die Kinder, selbst zu ihrem Unterhalt beizutragen. Aber viele neue  Herausforderungen benötigen auch weiterhin viele Helfer und viel finanzielle Unterstützung!


Die Zukunft beginnt jetzt
Ein erster Schritt, den Kindern aus Hunger und der größten Not herauszuhelfen, wurde geschafft. Medizinische Versorgung, Schul­bildung und die Zukunftsperspektive der Kinder bleiben aber weiterhin unser Anliegen.

Eins der Mädchen schrieb: „... danke, dass ihr mir mein Leben zurück gegeben habt!“

Dafür bedanken wir uns sehr herzlich im Namen unseres Vereins, aber in erster Linie im Namen der Kinder der Havilah Family.

„Wir können doch sowieso nicht die ganze Welt retten!“ – so hört man immer wieder. Das stimmt, aber wenn jeder aus unserem (reichen) Teil der Welt bereit wäre, den Ärmsten der Armen zu helfen, könnte die „ganze Welt“ ganz anders aussehen. Hier drängt sich einfach immer wieder die Geschichte vom Jungen und den Seesternen auf.